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Geschichte der Steinbildhauerei in Zimbabwe

Bei dem Begriff "Afrikanische Kunst" werden die meisten an traditionelle Kunst denken, die in vielen ethnologischen Museen der Welt gezeigt wird: Masken, Skulpturenschnitzereien, rituelle Gegenstände für Zeremonien und kunstvolles Handwerk. In Zimbabwe, der ehemaligen Kolonie Rhodesien, befinden sich ausserdem die Ruinen eines ehemals mächtigen Königreiches, "great Zimbabwe" genannt, nach dem sich der 1980 unabhängig gewordenen Staat auch nennt. Ausser diesen Steinbauten gibt es kaum Hinweise auf auf weitere bildhauerische Aktivitäten über die Jahrhunderte hinweg.

Um so bemerkenswerter ist die Entwicklung der modernen Bildhauerkunst in Zimbabwe, die Ende der 50er Jahre im damaligen Rhodesien begann. Eine Kunstrichtung, die - im Gegensatz zur traditionellen Kunst mit ihren rituellen Funktionen - als reine Kunst, als l'art pour l'art entstand.

Als sogenannte "shona-skulpturen", benannt nach der Hauptbevölkerungsgruppe Zimbabwes, haben die zimbabwischen Steinskulpturen frühzeitig das Interesse der Kunstwelt - vor allem privater Sammler - erregt. Bei Ausstellungen in so renommierten Häusern wie dem New Yorker Museum of Modern Art, dem Rodin Museum in Paris und auf den Weltausstelllungen in Sevilla und Hannover sorgten sie für Aufsehen.

Es waren vor allem der englische Kunsthistoriker Frank McEwen, der rhodesische Tabakfarmer Tom Blomefield und die Galeristen Roy Guthrie und Derek Huggins, die den afrikanischen Künstlern den Weg zum internationalen Ruhm ebneten.

Text: Kristin Diehl

Dominic Benhura Studio Harare
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